Nach der Messe ist vor der Messe und Pflichttermin im Mai ist Tulln sowieso. Auch heuer war es wieder ein Fest. Was waren meine persönlichen Highlights der größten heimischen Messe für Oldtimer, Youngtimer und Klassiker?
Ein geplantes, persönliches Highlight war natürlich das Auftauchen des Roten Barons. Österreichs ältester bekannter Nissan Prairie M10, der 2020 für einige Monate in meinem Besitz war und danach zu einem Enthusiasten ging, der ihn teilrestaurieren musste. Ich wusste zwar schon im Vorfeld, dass ich ihn dort wiedersehen würde. Das Grinsen wurde dadurch aber keine Spur kleiner!



Jetzt erfreut sich der alte Haudegen aber wieder bester Gesundheit. Dass es der älteste in Österreich bekannte, überlebende Prairie ist, ist dort am Stand der „Alt-Nissan IG“ zwar etwas untergegangen, aber das tut meiner Faszination für die Formierung einer Nissan-Oldtimerszene keinen Abbruch. Und wenn dabei völlig unterschätzte Sensationen der Automobilgeschichte eine Bühne bekommen, find ich das natürlich noch einmal besser. Mein Highlight.
Ein weiteres Highlight für mich – Der Stand des ARBÖ. Beim ÖAMTC stehen meistens Pucherl oder Golf 1 am Stand, oft auch ein Käfer. Gähn. Und heuer, beim ARBÖ? Mich trifft fasst der Schlag – ein Tercel!




Ein Held des Alltags, der wie zahlreiche Subaru 1800 & Leone & Justy, Mitsubishi Lancer 4WD, Corolla RV-Wagon und Co. für Sicherheit und Mobilität gesorgt hat. Mein Respekt vor der Entscheidung des ARBÖ, das Auto auf die Oldtimer-Messe in Tulln zu stellen. Und keinen Käfer. Ein goldrichtiges Signal, auch dieses Kapitel der heimischen Automobilgeschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
Apropos „Formierung einer Szene“. Wer muss da unbedingt genannt werden, aus Sicht des Japan-Oldies.at-Dachverbands? Genau, die „TCF – Toyota Classic Fans“ unter der Regie von Andi Reichl und Egon Fiala. Diese beiden Masterminds hinter Österreichs größtem Zusammenschluss an Enthusiasten einer japanischen Marke haben auch heuer wieder einen sensationellen Messestand aus der Taufe gehoben.






Alle 7 Generationen Toyota Celica auf einen Streich. Das gab´s vorher noch nie, das muss ihnen erst jemand nachmachen. Und die Publikumsresonanz gibt den TCFs absolut recht. Warum es vom Stand kein brauchbare Übersichtsfotos gibt? Weil immer so viel los war, dass Fotos kaum möglich waren. Und das ist das größte Kompliment!
Zum Abschluss meines Highlight-Feuerwerks noch ein persönlicher Blick auf die Szene. Das Tolle daran sind nur zum Teil die Autos. Was wäre die ganze Japan-Oldies-Familie ohne die Leute, ohne die Freundschaften, ohne die Kontakte über Marken- und Landesgrenzen hinweg?



Schön, ein Teil dieser Japan-Oldies-Familie zu sein.
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