NipponClassics Ainring 2026

September ist´s und das kann nur eines bedeuten – Zeit, nach Bayern zu fahren. Der Kopf der deutschen Mazda-Szene, Mathias Büthe, ruft zum jährlichen Klassentreffen nach Ainring.

Aber der Start des Treffens erfolgt wie jedes Jahr beim szenebekannten 626-Sammler Peter Sommerauer in seiner Schrauberhalle bei Thalgau. Vorglühen, quasi. Dort trifft sich der harte Kern, tauscht Neuigkeiten aus und läutet das Treffen-Wochenende ein. Ein Wiedersehen mit Freu(n)de(n). Und mit kleinem Schockmoment. Beim ersten Stopp nach 2 1/2 Stunden flotter Fahrt tackert der 2.2-Liter im blauen HC verdächtig. Drehzahlabhängig, in Richtung Lagerschaden/Hydrostößel/abgebranntes Ventil. Der niederländische Mazda-Guru Kees Hoebeke hört ihn sich an, kratzt sich kurz die Stirn und meint dann: „Weiterfahren und beobachten, wird wohl ein Hydrostößel sein“.

Nach einer guten Stunde Pause brechen wir zum Einchecken auf und nach 3 kurzen Tackerern beim Starten… Stille. Kein Getacker mehr, alles wieder gut. Hmmm. Vielleicht war er zuerst nervös und wollte sich dann vor Kees nicht blamieren.

Beim Abendessen am Freitag, dem ersten offiziellen Programmpunkt, werden Neulinge beschnuppert und ins Team aufgenommen. Ja, Neulinge! Im Gegensatz zu den letzten Jahren waren heuer einige „Fremdmarken“, sprich keine Mazdas, mit ihren Besitzern anwesend. Ganz im Sinne des Veranstalters, aber doch ungewöhnlich. Und natürlich herrscht sofort die familiäre Stimmung, die uns das restliche Wochenende begleiten wird.

Samstags geht es dann, nach einem ausgiebigen Frühstück im Gasthof Gumpinger, in dem fast der gesamte Tross untergebracht ist, auf ganztägige Roadbook-Tour. Dieses Mal über Mattsee zum Mittagessen am Fuße des Gaisberg, dann nach dessen Bezwingung zu Kaffee und Kuchen in die Nähe des Königssees und über Hallein retour nach Freilassing. Zum Abendessen. Dass nur ja niemand Hunger leiden muss.

Müde und beseelt von den Eindrücken des Tages und mit so mancher neuen Sichtweise („Ich stell mein Auto hin und fahr viel lieber mit anderen Leuten mit. So lern ich Autos und Leute kennen.“) im Hinterkopf fallen wir nach gemütlichem Zusammensitzen ins Bett.

Am Sonntag Morgen, natürlich erst nach dem obligatorischen und ausgesprochen üppigen Frühstück, trifft man sich auf dem Parkplatz vorm Gumpinger, bis sich die Gruppe gegen Mittag oder am frühen Nachmittag wieder in alle Windrichtungen verstreut. Das könnte so gemütlich sein.

Könnte, weil dann meist noch ein Programmpunkt am Zettel steht. Eine Ausfahrt auf eine Alm, dieses Mal. Zwischen dem Samstag und der Heimreise zu viel Fahrerei, für meinen Geschmack. Und damit ist der Punkt „Kritik & Anregungen“ auch schon wieder erledigt.

Sehen wir uns 2027 in Ainring? Keine Frage, selbstverständlich! Denn langsam wird aus dem Klassen- ein Familientreffen.

L

Veröffentlicht von Lukas

Mit Herz und Hirn - immer hinterm Lenkrad und am Puls der Straße.

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