Its never over…

… in a Rover. Aber wenn es um andere Marken oder Modelle geht, muss man sich gelegentlich eingestehen, dass es besser ist, die Reißleine zu ziehen. Warum und weshalb, erfahrt ihr aus erster Hand.

Meine treuen Leser sind ja bereits im Bilde – Mir ist im März was passiert. Ich hab ein Auto gekauft, das ich einfach nicht stehen lassen konnte. Aus echter erster Hand. Noch nie ein weißes Kennzeichen montiert. Lückenlose Historie. Original und fast unberührt. Ich hab mir gedacht, ich mach ein Geheimnis draus. Ich warte, bis er wieder zurück auf der Straße ist und dann kommt „the big reveal“, geplant bei einem Alltagsklassiker-Treffen diesen Sommer.

Aber weil es ja Hand und Fuß haben soll, war Trockeneis-Strahlen eine gute Idee. Runter mit dem schwarzen Mist, dann hat er wieder Zukunft. Und schon war es eine Großbaustelle. Nicht, weil er überall durchgegammelt war. Viele Rostlöcher sind nicht aufgetaucht, es war noch früh genug, um ihn zu erhalten.

Was hab ich damals, Anfang Juni, geschrieben?

Der Rostumwandler kann jetzt seine Arbeit tun. Danach wird lackiert und konserviert. An manchen Stellen auch geschweißt. Klar, auch so manches Locherl ist aufgetaucht. Aber im Verborgenen bleibt nach dem Strahlen gar nichts mehr.

Und weiter:

Wenn er „gemacht“ ist, was in einigen Wochen der Fall sein dürfte, ist er ohne Wenn und Aber kerngesund. Ohne zugeschmierte, fragwürdige Stellen. Besser geht´s nicht.

Und jetzt, Anfang August? Was ist von den großen Plänen geblieben? Ich war ja sehr optimistisch.

Leider nicht viel. Aus den abgesprochenen „einigen Wochen“, in denen die Sanierung hätte passieren sollen, wurden Monate. Aufgrund von Personalmangel in der Werkstatt ging kaum was weiter. Das Ziel einer Fertigstellung im Laufe der heurigen Saison rückte in weite Ferne. Der anfängliche Optimismus ist einer bitteren Erkenntnis gewichen – Für die Karosseriearbeiten war der von mir gewählte Betrieb schlicht die falsche Wahl. Wohl, weil die Zeit und die Muße für solche Arbeiten nicht da waren. Und da bin ich gar nicht böse. Der einzige Vorwurf meinerseits: Man hätte das von Anfang an klar kommunizieren müssen!

Was macht das mit mir? Die anfängliche Freude am Scheunenfund ist schnell einer bleiernen Schwere gewichen. Im Kopf hab ich das silberne Unschuldslamm mit all dem Frust verbunden, der da schon im Spiel war.

Daher habe ich jetzt die Reißleine gezogen. Aus, vorbei. Und das fühlt sich gut an!

L

Veröffentlicht von Lukas

Mit Herz und Hirn - immer hinterm Lenkrad und am Puls der Straße.

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